Lie to me – Körpersprache für den Alltag?

 KörperSprache und Lügen

In der US Serie Lie to me unterstützen Dr. Cal Lightman (Tim Roth) und sein Team, allesamt Experten auf dem Gebiet der Wahrnehmungsforschung, Regierung und Polizei bei besonders schwierigen Fällen der Strafverfolgung. In unkonventionellen Verhören entlocken sie den Verdächtigen die Wahrheit.

Mit Hilfe seines Teams und des Facial Action Coding System (FACS) versucht Dr. Lightman die Wahrheit herauszufinden. Beim FACS wird die Mimik eines Menschen untersucht und analysiert. So kann beispielsweise zwischen einem echten und gekünzeltem Lächeln unterschieden werden. Gleichzeitig kann man an Mimik und Gestik erkennen, ob jemand lügt. Diese Methode ist nicht erfunden. Erfinder des FACS ist der Psychologe und Verhaltensforscher Dr. Paul Ekman („Gefühle lesen„) . Er unterschützte die Macher von Lie to me bei der Produktion.

Offensichtliche Lügen

Doch nur weil jemand weiß, dass gelogen wird, kennt man noch lange nicht die Wahrheit. Die Lüge hat viele Gesichter: mal sind es die nach oben gezogenen Augenbrauen, mal eine winzige Bewegung der Mundwinkel, mal der bewusst gehaltene Blickkontakt.

Was hier dem Zuschauer vorgeführt wird, ist im Alltag nur bedingt anwendbar. Zum einen wird mit Hilfe von Kameras und Zeitlupen- /Einzelbildanalysen gearbeitet. Wer von uns hat in einer Verhandlung oder einem Konfliktgespräch schon solche technischen Hilfsmittel?

Zum anderen wirken die vermeidlichen Straftäter, sprich deren Darsteller, etwas sehr bemüht: in Übertreibungen wird genau das geliefert, was nachher eindeutig zur Übersetzung und somit zur Entlarvung benötigt wird. Sie lügen offen-sichtlich.

Mimik ist nicht alles

Auch ist Mimik und die gestischen Merkmale nur ein Teil der Körpersprache. Besonders Füße sind nur schwer zu kontrollieren. So manche Kick- oder Bremsbewegung der Füße sagt ebenso deutlich, ob das Gesagte auf dem Boden der Tatsachen steht oder auch nicht. Das Gesicht lässt sich auf Grund der nervlichen, kurzen Leitung zum Hirn, mit Training und Bewusstsein als „Pokerface“ einstellen. Um hier dennoch Mikrobewegungen wahrzunehmen, bedarf es einer konzentrierten, geschulten Beobachtung oder eben der Technik.

Alle lügen

Laut wissenschaftlichen Forschungen drückt jeder Mensch drei Unwahrheiten in zehn Minuten aus. Die innere Aufrichtigkeit oder Unaufrichtigkeit drückt sich eben durch unsere Sprache und Körpersprache aus. Da wir vermeintlich unangenehme Empfindungen und Gedanken bewerten und zensieren, sie nicht auszudrücken wagen, übernimmt dies der Körper. Die Unaufrichtigkeit kann keine aufrechte Körperhaltung ausdrücken. Würden wir uns bewusst sein, was uns innerlich bewegt, dies ausdrücken und dazu stehen, würde der Körper im Einklang mit den Worten sein.

So gäbe es keine Anhaltspunkte, die FACS als Lüge entlarven könnte „Wahrhaftigkeit“ bedeutet ehrlich zu sein. So ehren Sie Ihr Ich, mit allem was ist.

Gerne unterstütze ich Sie dabei in meinen Coachings, Trainings und iPhone Apps.

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