Vitales Wachstum für Unternehmen – Die Pubertät ist endgültig vorbei

Pubertät Bevor unangenehme bis schädliche Situationen sinnvoll geändert werden können, müssen diese erst einmal ursächlich durchschaut und verstanden werden. Sonst folgen wir einem Mehr vom Selben.

Die Bereinigung einer Situation lässt sich nicht mit noch größeren Anstrengungen derselben Art erzwingen! So etwas führt eher zu Eskalation und Zusammenbruch – wenn auch durchaus zu einem Neuanfang!
Um weitere Unternehmen vor einem Kollaps zu bewahren, erscheint es dringend geraten, unser Verständnis und Verhältnis von Wachstum anzuschauen und zu überprüfen. Natürliches, organisches Wachstum beginnt oft rasant, schnell. Es erreicht dann – beim menschlichen Körper etwa nach 20 Jahren – ein definiertes Niveau, welches nur noch aufrechterhalten wird. Keine Expansion mehr, nur noch Ersetzen und Erneuern.

Das gegensätzliche, auch in der Biologie zu erlebende Wachstumsmuster beginnt sehr langsam, wird dann schneller um schließlich ungebremst über alles gesunde Maß zu hinauszuwuchern. Exponentiales Wachstum kennen wir bei Lawinen, Bakterien und Krebs. Hier läuft etwas deutlich schief und der größte (Expansions)Erfolg des “Unternehmens Krebs” ist gleichsam das Ende des Wirtes!

Exponentiale Wachstumsmuster enden immer in einer Katastrophe, die dann den gesuchten Ausgleich einer in Schieflage geratenen Situation herbeiführen. Wie im Falle des (Körper)Krebses sind wir auf dem besten Wege, den gleichen Teufelskreis auch an unseren Unternehmen(sKörpern) bis zum bitteren Ende zu (er)leben.

Dabei könnten wir längst durchschaut und verstanden haben, wie Wachstum nach dem erfolgreichen Anfang durch Expansion mit unseren Körpern fortgesetzt wird! Ein biologischer Organismus wird erwachsen, indem er in Erhaltungswachstum und im Falle des Menschen auf andere Ebenen übergeht. Nach dem materiellen Aufbau des Körpers folgt das seelische, geistige Wachstum. Reife zu Qualität statt weitere Quantität zu produzieren. Für Unternehmen ist es höchste Zeit diesen Schritt in den jeweiligen Unternehmen(sKörpern) zu vollziehen: erwachen und erwachsen werden! Pubertät haben wir wild und ungezügelt gelebt, Adoleszenz ruft!

Und diese Reifeprüfung können wir mit entsprechendem Wissen vorbereiten und nach gezielten Aktivitäten erfolgreich abschließen!

Eine erste Auswertung der Ergebnisse des VitaC© (VitalitätsCheck für Unternehmen auf www.Sabine-Muehlisch.de) zeigt erstaunliche Tendenzen und hoffnungsfrohe Potenziale! Der anonyme Check wählt in Analogien zum menschlichen Körper und dessen Vitalitätsgraden sowie den biologischen Wachstumskriterien einen Übertrag zum VitalitätsQuotienten des Unternehmens(Körpers).

So steht Flexibilität / Beweglichkeit / Reaktionsvermögen in Korrelation zu dem Maß an Mut zur Veränderung, Nutzung der menschlichen Talente und der Kenntnis der Kundenwünsche. Ergebnisse dieses Segments lassen hoffen: zwischen 40 und 70% liegen die meisten Nennungen. So unbeweglich, wie manche Einzelsicht oft vermittelt, sind Unternehmen gar nicht. Sie könnten das ungenutzte Wachstums-Potenzial also noch entdecken und einbringen.

Dagegen verschenken die befragten Unternehmen eine riesige Chance im Wachstumssektor Interne Koordination! Abgefragt wurden analoge Faktoren zu Mission (Geisteshaltung) und Kommunikation. Unter 40% bei der Mehrheit zeigt, dass es trotz aller Bemühungen der Unternehmen (oder sind es Versuche?) immer noch recht unklar ist, dass es bei Kommunikation im sprachwörtlichen Sinn um gemeinsame Verpflichtung und Aufgabe geht. Und diese gilt es wohl noch klarer zu beschreiben und danach zu handeln.

Und wen wundert’s, dass die Anstrengungen fast immer nach außen gerichtet werden. Unter Externe Koordination wurden im VitaC synergetische Kontakte, Netzwerke und Teamzusammenstellungen untersucht. Die Maximalwerte liegen im Bereich von 60-80% Vitalität. Für einen physischen Körper wäre allein das Ungleichgewicht zwischen interner und externer Kommunikation nicht lebbar: erst muss das innere Kommunikationssystem stimmig sein, dann kann auch das Außen entsprechend handeln!

Geteilt erscheint die UnternehmensLandschaft im Bereich Schnellkraft, analoger Ausdruck für biologische Arbeitsabläufe und geistige Schnellkraft. Etwa die Hälfte der befragten Unternehmen liegt im vitalen oberen Bereich, die anderen dümpeln im entgegengesetzten Ende. Diese verschenken QualitätswachstumsChancen bei Mensch und Produkt.

Weiter untersucht werden im VitalitätsCheck die Werte für Kunden-, Leistungs- und Produktkraft. Hier liegen die Ergebnisse im guten Mittelfeld und zeigen, dass Wachstum zwar über Kraftsteigerung erreichbar ist, jedoch, wie das Bild eines übertriebenen Bodybuilders deutlich zeigt, allein nicht reicht.

Denn wird die Kraft gefordert, Ausdauer zu zeigen, zeigt sich schnell die unzulängliche Einseitigkeit, die für einen vitalen (Gesamt)Organismus auf Dauer immer schädlich wirkt. Um die Ausdauer der Unternehmen(sKörper), bezogen auf Umgang mit Ressourcen, Reserven und gesunden Mitarbeitern, ist es bei der Mehrheit der Ckeckteilnehmer mehr als übel bestellt. Oder: hier liegen enorme Wachstums-Potenziale brach!

Fragen nach “Organen/Sinn(en)” und deren Einsatz machen Wertschätzungen und sinnvollen Einsatz der am Unternehmen Beteiligten und deren Werte deutlich. Über 2/3 der Angaben lagen im oberen Bereich! Scheinbar sind die UnternehmensKörper sinnvoll ausgestattet – nur gilt es diese Funktionen wohl noch ökonomischer und -logischer zu nutzen.

Unter Immunität werden Faktoren der Philosophie, Profilaxe und Vorsorge abgefragt und auch hier scheinen die Unternehmen gut gerüstet! Nur was nützt das beste Immunsystem, wenn wir uns damit nicht einmal in schlechteres Wetter wagen, sprich etwas wagen und auch neue Wege gehen?!

Diese Wege können durch Denken auf erweiterten Ebenen gefunden und gegangen werden. Sind wir auch bereit, uns von der Pubertät zu verabschieden und das Übergangsritual zum Erwachsenwerden zu vollziehen?

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